Die Mitte Graubünden für massvolle Steuersenkung um 3 Prozent
27. November 2025 – Die Grossratsfraktion der Die Mitte Graubünden setzt sich im Rahmen der Budgetdebatte 2026 für eine Senkung des kantonalen Steuerfusses um 3 Prozent ein. Die Bevölkerung soll von der guten Finanzlage profitieren, ohne die Stabilität des Kantons zu gefährden. Zudem gibt es eine Veränderung in der Grossratsfraktion.
Die Mitte stützt ihren Antrag auf eine solide Ausgangslage: Trotz eines Aufwandüberschusses von 111,3 Millionen Franken im Budget 2026 und markanten Defiziten im Finanzplan 2028–2029 verfügt der Kanton Graubünden über hohes frei verfügbares Eigenkapital. Per Ende 2026 beträgt dieser voraussichtlich 728,8 Millionen Franken.
Gleichzeitig wachsen die Gesamtaufwendungen in der Erfolgsrechnung (ohne ausserordentliche Aufwände) mit 3,1 Prozent stärker als die Erträge (ohne ausserordentliche Erträge) mit 2,4 Prozent, nachdem bereits im Vorjahr ein ähnliches Muster zu beobachten war (+4,2 Prozent Aufwendungen bei +2,6 Prozent Erträgen). Dies zeigt: Der finanzielle Spielraum ist vorhanden, aber nicht grenzenlos.
«Wir stehen für bürgerliche Vernunft in der Finanzpolitik», sagt Martin Bettinaglio, Fraktionspräsidentin der Die Mitte Graubünden. «Eine Senkung um 3 Prozent entlastet natürliche Personen, ohne dass wir die künftige Handlungsfähigkeit des Kantons aufs Spiel setzen.»
Für Die Mitte wäre eine weitergehende Senkung in der aktuellen Lage nicht verantwortbar. Unsicherheiten rund um die Abschaffung des Eigenmietwerts, ein mögliches Entlastungspaket des Bundes sowie die anhaltenden Herausforderungen im Gesundheitswesen können die Kantonsfinanzen künftig erheblich beeinflussen. Gleichzeitig ist es für Die Mitte eine Frage der Fairness, dass die Steuerzahlenden an der positiven Entwicklung der Staatsfinanzen teilhaben: Der Kanton konnte in den letzten Jahren frei verfügbares Eigenkapital aufbauen und verzeichnete eine gute Entwicklung der Steuereinnahmen. «Der Kanton Graubünden hat eher zu viel als zu wenig Steuern eingenommen. Mit einer moderaten Senkung um 3 Prozent geben wir einen Teil davon zurück – verantwortungsvoll und zukunftsorientiert», betont Bettinaglio.
Mit dem Antrag auf eine Steuerfusssenkung von 3 Prozent präsentiert Die Mitte Graubünden eine bürgerlich verantwortungsvolle Lösung. Sie verbindet eine spürbare Entlastung für natürliche Personen mit der notwendigen Vorsicht angesichts der unsicheren finanzpolitischen Rahmenbedingungen.
Daniel Ulber folgt auf Gaby Ulber im Grossen Rat
Gaby Ulber (seit 2018) ist aus gesundheitlichen Gründen aus dem Grossen Rat und damit auch aus der Geschäftsprüfungskommission zurückgetreten. Die Mitte dankt Gaby Ulber herzlich für Ihr grosses Engagement in der Fraktion. Für den Wahlkreis Belfort nimmt neu Daniel Ulber Einsitz im Grossen Rat. Daniel Ulber ist Landwirt und Mitglied des Gemeindevorstands Lantsch/Lenz. Als Ersatz für den Sitz in der Geschäftsprüfungskommission schlägt Die Mitte Fraktion Grossrätin Helena Orlik vor.
Die Dezembersession des Grossen Rats findet vom 8. bis 10. Dezember 2025 statt.
