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Nein zu «Keine 10-Millionen-Schweiz», Ja zum Zivildienstgesetz

14. April 2026 – Die Delegierten der Mitte Graubünden haben an ihrer Versammlung in Trun die Parolen für die kommenden eidgenössischen Abstimmungen gefasst. Sie sagen deutlich Nein zur Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» und Ja zur Änderung des Zivildienstgesetzes. Im Zentrum der Versammlung standen zudem die Bedeutung der Wasserkraft für Graubünden sowie ein Einblick in das regionale Gewerbe.

«Die von der SVP lancierte Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» greift zwar ein berechtigtes Anliege auf, ist jedoch keine Lösung, sondern ein riskanter Irrweg. Sie löst keine einzige Herausforderung, schafft aber zahlreiche neue Probleme», stellt Regierungsrat Marcus Caduff klar. Der starre Bevölkerungs-Deckel verschärft den Arbeitskräftemangel dort, wo heute schon Engpässe bestehen: in peripheren Regionen, im Gesundheitswesen, in der Landwirtschaft, in der Gastronomie und in der Industrie. Gleichzeitig gefährdet die Initiative den bilateralen Weg, schwächt den Standort Schweiz und setzt auch die Zusammenarbeit in Sicherheits- und Asylfragen leichtfertig aufs Spiel. «Wer Verantwortung übernehmen will, setzt auf wirksame Steuerung statt auf Chaos mit Ansage», so Caduff. Die Argumente von Grossratskandidat Marcel Züger für ein Ja zur Initiative fanden bei den Delegierten kaum Zustimmung.

Die Delegierten fassen mit 45 zu 1 Stimmen bei 3 Enthaltung klar die Nein-Parole.

Ja zur Stärkung der Militärdienstpflicht

Eine einsatzfähige Armee und ein robuster Zivilschutz sind das Fundament für Schutz und Sicherheit. Aktuell werden diese Bestände jedoch systematisch ausgehöhlt: Zu viele Dienstpflichtige wechseln in den Zivildienst, was die Einsatzfähigkeit unserer Schutzorganisationen gefährdet. «Die instabile Weltlage und die Kriege in der Ukraine sowie im Iran zeigen deutlich, dass wir wieder verstärkt in unsere Landesverteidigung investieren müssen», machte Regierungskandidatin Aita Zanetti deutlich. Der Zivildienst bleibt für Schweizer mit einem echten Gewissenskonflikt weiterhin voll zugänglich. Die Neuregelung beseitigt jedoch falsche Anreize und stellt sicher, dass der Zivildienst wieder als begründete Ausnahme und nicht als bequeme Alternative wahrgenommen wird.

Die Delegierten sagen mit grossem Mehr Ja zur Änderung des Zivildienstgesetzes.

Einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt setzte Regierungsrätin Carmelia Maissen mit ihrem Referat zur Wasserkraft in Graubünden. Sie zeigte die strategische Bedeutung der Wasserkraft für die Versorgungssicherheit, den Werkplatz und den Kanton Graubünden auf. Für die Mitte Graubünden bleibt klar: Die Wasserkraft ist und bleibt ein zentrales Standbein einer sicheren und nachhaltigen Energiepolitik.

Bereits im Vorfeld der Delegiertenversammlung erhielten die Teilnehmenden bei einer Besichtigung der Tarcisi Maissen AG in Trun einen Einblick in ein regional verankertes Unternehmen. Damit unterstrich die Mitte Graubünden einmal mehr ihre Nähe zum lokalen Gewerbe und zur wirtschaftlichen Realität im Kanton.

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