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Die Mitte fordert prioritären Schutz der Bevölkerung

25. Juli 2022 – Dass ein verhaltensauffälliger Wolf im Puschlav einem Passanten gefolgt ist und diesen angeknurrt hat, beunruhigt die Mitte Graubünden. Sie fordert ein entschlossenes Eingreifen und die sofortige Entnahme. Denn: Der Schutz und die Integrität des Menschen sind eindeutig höher zu gewichten, als der Schutzstatus des Wolfes.

Gemäss einer offiziellen Mitteilung der zuständigen Amtsstellen knurrte am Wochenende ein Wolf eine Person an, nachdem er ihr mehrere Minuten lang auf kurze Distanz gefolgt war. «Der Wolf hat seine natürliche Scheu vor dem Menschen offensichtlich verloren», so Co-Präsident Kevin Brunold. Die Mitte Graubünden ist beunruhigt über die Entwicklung. Sie fordert sofortiges Eingreifen und griffige Massnahmen gegen verhaltensauffällige Wölfe. Problemwölfe müssen umgehend entnommen werden. Denn:

Der Schutz und die Integrität des Menschen ist für die Mitte Graubünden eindeutig höher zu gewichten als der Schutzstatus des Wolfes
Kevin Brunold
Grossrat, Co-Parteipräsident, Co-Parteipräsident

Schutz der Bevölkerung hat oberste Priorität

Die Situation mit den Wölfen eskaliert laufend und ist für Betroffene unzumutbar. Erst kürzlich rissen Wölfe zwei ausgewachsene Mutterkühe am Schamserberg. Die Mitte Graubünden forderte umgehend die sofortige Entnahme des Beverinrudels, welches sich seit längerem problematisch verhält und den Abschuss von verhaltensauffälligen Wölfen. Wie die neuerlichen Vorfälle am Berninapass zeigen, weitet sich das Problem aus. Dass ein Wolf einem Menschen folgt und diesen anknurrt, ist eine gefährliche und inakzeptable Entwicklung. «Diesem Wolf muss Einhalt geboten werden, damit nicht weitere solche Wolfsbegegnungen stattfinden können, welche vielleicht noch einen schlimmeren Verlauf nehmen», so Brunold. Der Schutz der Bevölkerung hat oberste Priorität.

Position der Mitte Graubünden

Die Mitte Graubünden setzt sich aktiv für die Regulation der Wölfe ein und forderte im Grossen Rat mit Nachdruck, dass es zum Schutz von Tieren und Menschen griffige Massnahmen braucht. So wies sie beispielsweise auf die Anwendung der polizeilichen Generalklausel hin und verfasste einen Fraktionsauftrag betreffend den Auswirkungen der Präsenz von Grossraubtieren auf die Landwirtschaft.