J&S Kürzungen hätten gravierende Auswirkungen
29. August 2025 – Der Bund plant im Rahmen von Sparmassnahmen, die Subventionen im Programm Jugend+Sport (J+S) um 20% zu kürzen. Diese zusätzliche Sparmassnahme trifft den Jugendsport im Kern und gefährde das freiwillige Engagement. Für Graubünden bedeutet diese Kürzung einen Verlust von über 552’000 Franken – bei gleichzeitig steigenden Kosten und wachsender Nachfrage. Die Mitte Graubünden setzt sich vehement gegen diese Kürzungen und für die Stärkung des Sports in Graubünden ein.
Worum geht’s?
Der Bundesrat plant für 2026 eine Kürzung der Subventionen für das Sportförderprogramm Jugend+Sport (J+S) um 20 Prozent. Grund dafür ist der wachsende Zulauf, der das vom Parlament bewilligte Budget übersteigt, sodass die Beiträge pro Teilnehmer und Stunde bzw. Tag gesenkt werden müssen, um ein Defizit zu vermeiden.
Konkret bedeutet dies: Kursorganisatoren werden pro Teilnehmerin bzw. Teilnehmer und Stunde statt 1.30 Franken 1.04 Franken erhalten; Lagerorganisationen pro Teilnehmerin bzw. Teilnehmer und Tag statt 16 Franken noch 12.80 Franken.
Was wären die Folgen der Kürzungen?
2024 flossen über 2,76 Millionen Franken J+S-Beiträge nach Graubünden für 2’124 Kurse und Lager. Die Kürzungen hätten dramatische Folgen:
- Schwächung des Ehrenamts: Trainer:innen und Leiter:innen könnten nicht mehr entschädigt werden.
- Reduktion des Angebots: Vereine müssten Trainings und Lager streichen.
- Belastung der Familien: Mitgliederbeiträge und Lagerkosten würden steigen – mit der Gefahr, dass Kinder ausgeschlossen werden.
- Gesellschaftliche Folgekosten: J+S ist zentral für die Prävention von Übergewicht, psychischen Problemen und exzessiver Bildschirmzeit.
J+S ist eine Bundesaufgabe!
Die Förderung unserer Kinder und Jugendlichen im Sport ist keine Kür-Massnahme, sondern eine Investition in die Zukunft unseres Landes. Gerade in einem Bergkanton wie Graubünden sind Vereine auf eine verlässliche Unterstützung des Bundes angewiesen. Eine Abwälzung der Verantwortung auf Kantone und Gemeinden wäre weder realistisch noch gerecht. Schon heute tragen Vereine, Leiter:innen und Familien einen erheblichen Teil der Last.
Die Mitte Graubünden setzt sich vehement für die Förderung des Programms J&S ein. Sie lanciert in der Augustsession 2025 eine Anfrage an die Regierung betr. den Auswirkungen der Kürzungen bei Jugend+Sport (J+S) und verfasst ein Schreiben an die Mitglieder des Bundesparlaments mit der Aufforderung parlamentarische Instrumente einzusetzen um eine Erhöhung des J+S-Kredits einzufordern und den Status quo der Beiträge zu sichern.
