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Mitte Graubünden fasst Parolen für Novemberabstimmung

24. Oktober 2025 – Ja zum fairen Gegenvorschlag, Nein zur extremen Ruhegehaltsinitiative

Am 30. November 2025 stehen in Graubünden eine kantonale und zwei nationale Vorlagen zur Abstimmung. Die Mitte Graubünden setzt sich klar für den fairen Gegenvorschlag ein und lehnt die extreme Ruhegehaltsinitiative entschieden ab. Ebenso spricht sie sich gegen die unausgewogene Klimainitiative aus, die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler zusätzlich belastet. Bei der «Service-citoyen-Initiative» hat die Partei Stimmfreigabe beschlossen.

Die Mitte Graubünden fasste kürzlich an einer gut besuchten Delegiertenversammlung in Rhäzüns die Abstimmungsparolen vom 30. November 2025.

Für eine unabhängige Regierung – ja zum fairen Gegenvorschlag, Nein zur extremen Ruhegehaltsinitiative

«Die extreme Ruhegehaltsinitiative entpuppt sich rasch als unausgewogen, kurzsichtig und irreführend», hält Grossrat Gian Michael fest. Der faire Gegenvorschlag, getragen von einer breiten überparteilichen Allianz, überzeugt hingegen: Er schafft das lebenslange Ruhegehalt endgültig ab. Eine befristete Überbrückungsleistung von maximal drei Jahren federt die schweizweit strengste Amtszeitbeschränkung ab und sorgt für Fairness, Stabilität und klare Verhältnisse – ohne lebenslange Privilegien.

«Eine Regierung soll frei von Interessenkonflikten entscheiden können», betont Michael. Ohne Übergangsregelung müssten sich Regierungsmitglieder bereits während ihrer Amtszeit nach neuen beruflichen Möglichkeiten umsehen – das würde ihre Unabhängigkeit gefährden. Der Gegenvorschlag schützt diese Unabhängigkeit und garantiert, dass politische Entscheidungen weiterhin im Interesse der Bündner Bevölkerung getroffen werden. Der Gegenvorschlag des Grossen Rats ist das Ergebnis einer sorgfältigen, parteiübergreifenden Zusammenarbeit. Mit 91 zu 24 Stimmen klar angenommen, wird er von allen Parteien (Die Mitte, FDP, GLP, Grüne und SP) ausser der SVP unterstützt. Diese breite Allianz steht für eine faire, verantwortungsbewusste Lösung, die Graubünden stärkt – statt Unsicherheit zu schaffen.

Die Delegierten der Mitte Graubünden sagen geschlossen Ja zum Gegenvorschlag und lehnen die extreme Ruhegehaltsinitiative einstimmig ab. Bei der Stichfrage wird der geschlossen der Gegenvorschlag empfohlen.

Nein zur unausgewogenen Klimainitiative

«Die geplante Steuer von 50 Prozent auf Erbschaften und Schenkungen über 50 Millionen Franken würde vor allem mittelständische und grössere Familienunternehmen hart treffen», warnt alt Standespräsident Franz Sepp Caluori. Viele Betriebe könnten gezwungen sein, ihre Unternehmen zu verkaufen oder abzuwickeln, nur um die Steuerlast zu decken.

Die Initiative gefährdet damit Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung, schwächt die Finanzautonomie der Kantone und führt zu erheblichen Steuerausfällen. Statt Lösungen zu bieten, schafft sie neue Probleme und untergräbt die wirtschaftliche Stabilität.

Die Delegierten der Mitte Graubünden haben deshalb einstimmig die Nein-Parole zur Klimainitiative beschlossen.

Service-citoyen-Initiative: Engagement ja – staatliche Pflicht nein

Die Initiative will in der Bundesverfassung einen allgemeinen Dienst zugunsten der Gesellschaft und der Umwelt verankern. Dieser Dienst – ob Militär- oder gleichwertiger Milizdienst – soll künftig für alle Geschlechter obligatorisch werden.

Die Mitte Graubünden anerkennt den gesellschaftlichen Wert des freiwilligen Engagements und teilt das Ziel, den Dienstgedanken zu stärken. Der Staat soll sich jedoch auf seinen Kernauftrag im Bereich der Sicherheit konzentrieren und nicht neue Pflichtstrukturen schaffen.

Die Junge Mitte betonen den positiven Aspekt der Gleichstellung aller Geschlechter beim Dienst an der Gesellschaft. Sie begrüssen, dass Zivildienst und soziales Engagement dem Militärdienst gleichgestellt werden.

Die Delegierten der Mitte Graubünden haben deshalb Stimmfreigabe zur Service-citoyen-Initiative beschlossen.

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