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Wolfspräsenz: BAFU untergräbt das politische Versprechen von Bundesrätin Sommaruga

Nach zahlreichen Angriffen auf Kühe, Rinder, Schafe und Eseln sowie gefährlichen Begegnungen mit Menschen ist die Eskalationsstufe im Zusammenhang mit der stark gewachsenen Wolfspopulation in Graubünden erreicht. Die Mitte fordert zum Schutz von Menschen und Tieren die umgehende Entnahme dieser Wölfe. Dass das Bundesamt für Umwelt das Abschussgesuch für zwei schadenstiftende Wölfe in der Surselva abgelehnt hat, enttäuscht und ist unverständlich. Damit unterschlägt das BAFU das politische Versprechen von Bundesrätin Sommaruga.

Weil sich die Übergriffe von Wölfen und Wolfsrudeln mehren, setzt sich Die Mitte für die zeitnahe Regulierung der Wolfspopulation ein und fordert zum Schutz der Bergregionen eine rasche Entnahme von Problemwölfen. Bereits mehrfach hat sie sich für rasche Vollzugsmassnahmen eingesetzt.

In der Frühjahrsession des Ständerates versprach Bundesrätin Sommaruga, den Handlungsspielraum innerhalb des geltenden Jagdgesetztes auszunutzen. Der Bundesrat werte die Unterstützung dieser Motion als Ausdruck des Willens des Parlamentes, trotz der verlorenen Abstimmung den Bundesrat zu beauftragen, so Sommaruga. «Der Bundesrat ist bereit, das zu tun. Und ich möchte noch etwas weiter gehen: Ich werde mich persönlich dafür engagieren, dass es rasch geht. Der nächste Sommer kommt bestimmt, die Sömmerung kommt bestimmt. Die Situationen verschärfen sich wieder und spitzen sich zu. Es wäre wünschenswert – das sage ich -, dass wir etwas finden, was jetzt auch rasch wirken kann.»

«Die Aussagen von Bundesrätin Sommaruga liessen hoffen, dass der gesetzliche Spielraum zu Gunsten der Bergbevölkerung interpretiert wird und den betroffenen Kantonen damit zeitnah geeignetere Instrumente zur Verstärkung des Herdenschutzes und insbesondere der Regulation des Wolfs in die Hände gegeben werden», so Kevin Brunold, Co-Parteipräsident.

Wolfsfreundliche BAFU-Interpretation

Die Beurteilung des zumutbaren Herdenschutzes beim Einsatz von Herdenschutzhunden lässt einen grossen Interpretationsspielraum zu, da die Risssituationen nachträglich aufgrund von Annahmen rekonstruiert werden müssen. «Dies im Gegensatz zum Herdenschutz durch Zaunsysteme», so Brunold. Das BAFU interpretiert einzelne Risssituationen im Streifgebiet des Stagiasrudels übermässig wolfsfreundlich und schränkt damit die politisch von Bundesrätin Sommaruga versprochene Erweiterung des Handlungsspielraums innerhalb des geltenden Jagdgesetzes und die damit angedeutete Vereinfachung von Abschüssen von problematischen Wolfsrudeln in der Praxis unnötig ein. Die vom negativen Entscheid des BAFU unmittelbar betroffene Bevölkerung fühlt sich einmal mehr im Stich gelassen.

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